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Deutschland

Seebad Heringsdorf auf Usedom vom 11.06. bis 21.06.2008

Online seit 23.07.2008

Seebad Heringsdorf auf Usedom vom 11.06. bis 21.06.2008

Reisebericht und Fotos von Jürgen Blaszczyk

Diesmal haben wir uns für den Urlaub die östlichste Insel Deutschlands ausgesucht; mit 445 qkm ist Usedom nach Rügen die zweitgrößte Insel und ?eine Badeinsel par excellence dazu? wie im Reiseführer nachzulesen ist.

Den Ort Seebad Heringsdorf haben wir auf Empfehlung ausgewählt weil er der mittlere der Drei Kaiserbäder ist und somit recht zentral gelegen ist. Gewohnt haben wir in der verkehrsberuhigten Zone mitten in Heringsdorf in der Friedensstr. 16, Villa Regina. Aus dem Internet und nach Telefonaten mit der Tourist Information haben wir dieses Appartement ausgewählt. Für 70,00 EUR am Tag hat man hier die zentrale Lage bezahlt, denn das in der 2. Etage gelegene 2 Raum Appartement selbst war standardmäßig eingerichtet aber sehr gut renoviert und sauber. Da war unsere Entscheidung schon richtig. Denn die kurzen Wege zum Bäcker, Metzger und den Restaurants aber auch zur Seebrücke waren vorteilhaft und dennoch haben wir äußerst ruhig gewohnt.

Jürgen Blaszczyk - Heringsdorf, Ahldorf, Bansin ansehen

Der zentrale Mittelpunkt von Heringsdorf liegt rund um das Usedom Forum. Als besonderer Anziehungspunkt gilt die im Jahre 1995 neu errichtete Seebrücke. Mit einer Gesamtlänge von 508 Metern ist sie die längste dieser Art in Europa. Die davor gelagerten Restaurants und Boutiquen die dann direkt übergehen auf die überdachte Seebrücke an deren Ende (schon weit in der Ostsee) das ?Restaurant Käpt?n? liegt, sind immer ein beliebter Aufenthaltspunkt. Dort in der Abendsonne draußen auf dem Meer zu sitzen hat schon Flair, der sich natürlich auf die Preise der Speisen- und Getränkekarte auswirkt.

Zieht man ein Fazit von allen drei Kaiserbädern, so ist Heringsdorf zwar recht zentral gelegen, aber der Ort mit dem meisten Flair und Promenadenmöglichkeiten ist Ahlbeck. Bansin dagegen ist der kleinere und ruhigere Ort, was sich auch im Preis bemerkbar macht. Sollten wir nochmals nach Usedom fahren, so würden wir unser Quartier in Ahlbeck oder auch in Zinnowitz nehmen.

Usedom Tipps:

Jürgen Blaszczyk - Ausflüge Usedom ansehen
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Fotos Ausflüge Usedom

Einkaufen für die Dinge des täglichen Bedarfs am besten in den großen Discounter die man in Zinnowitz, Heringsdorf und Ahlbeck findet. Dort ist auch ausreichend Parkplatz vorhanden. Inselspezialitäten beim Fleischer Wollin in Heringsdorf der auch einen gut gehenden Imbiss betreibt für den kleinen Hunger zwischendurch.

Essen gehen am liebsten frischen Fisch im Restaurant ?Des Kaisers Pavillon? in der Brunnenstr., gleich bei uns um die Ecke in Heringsdorf.

Preiswert und ebenfalls gut kann man unterwegs auch den Fisch am Strand bei den Fischerbuden bekommen, Dort fangfrisch geräuchert und an der Theke ausgesucht und bestellt schmeckt es eben besser als bei uns hier in NRW.

Marken-Kleidung gibt es reichlich in den teuren Boutiquen von Ahlbeck und Heringsdorf, aber Schnäppchen und nachgemachte gute Kleidungsstücke kauft man auf dem Grenzmarkt in Swinemünde. Bernsteinschmuck kauft man am besten in den Juweliergeschäften in der Altstadt. Technische Geräte zu kaufen sollte man besser lassen, man weiß ja nie was sich im Innenleben verbirgt.

Ausflug Wolgast, Krummin und Zinnowitz

Externe Links

Von Heringsdorf führt uns die B111 über Ückeritz, Zinnowitz nach Wolgast. Entsprechend des ADAC Reiseführers fuhren wir die Schlossinsel an, die der östlichen Altstadt vorgelagert ist, doch die angekündigten guten Parkplatzmöglichkeiten entpuppten sich als Privatparkplatz des Brückenbistro?s, so dass wir in der Schlossstr. am Rand einen Parkplatz suchen mussten. Wer dort kein Glück hat, fährt einfach weiter die B111 Richtung Anklam und parkt auf der linken Seiten auf dem Parkplatz einiger Discounter. Dort kann man dann auch gleich seinen Bedarf an Lebensmittel und Getränke wieder auffüllen.
Im Museumshafen mit dem wunderbar restaurierten Kornspeicher lag lediglich das alte Dampffährschiff Stralsund, das aber nach unserer Meinung keine 2,00 ? Eintritt wert war. Über die schmale Holzbrücke geht es dann in die Altstadt, wobei der mächtige Turm der St. Petri Kirche dem Besucher den Weg weist. Vorbei am Museum ?Kaffeemühle? (Name auf Grund des Aussehens) erreicht man den gut restaurierten Marktplatz. Hier sollte man sich Zeit nehmen und durch die schmucken Gassen mit viel Restauration und kleinen Geschäften Bummel. Auch die spätgotische St. Petri Kirche ist ein lohnender Besuch; sie besticht im Innern durch die enorme Höhe und durch ihre Schlichtheit. Wer sich einen Ausblick über Wolgast verschaffen will, besteigt den engen Kirchturm. Die Quälerei lohnt sich wirklich, wie die Fotos sicherlich zeigen. Der Donnerstag ist in Wollgast Markttag, so dass die Fotos auch ein klein wenig den Marktalltag wiederspiegeln.

Auf dem Rückweg ein kurzer Abstecher nach Krummin. Sehenswert wenn man von der B111 rechts abbiegt ist die imposante 300 Jahre alte Lindenallee und die einzig auf der Insel erhaltene klösterliche Kirche St. Michael. In der Kirche erfährt man vom Tonband alles wesentliche über diesen Bau.

Zum Abschluss des Tagesausfluges haben wir dann noch in Zinnowitz Station gemacht. Entlang der Neuen Strandstraße bekommt man den besten Eindruck vom zweitgrößten Ferienort dieser Insel. Dieser Ort besitzt alles, was ein Ferienort von Rang benötigt, eine Seebrücke zum Flanieren, neuerdings mit einer Tauchgondel, eine Kurpromenade mit vielen Restaurants und Geschäften aber auch günstige Supermärkte und Imbissstände und natürlich eine feinen weißen Sandstrand. Die alte Bäderarchitektur wechselt sich hier harmonisch mit den vielen neu errichten Häusern ab. Dies wäre auch ein empfehlenswerter Badeort, der für einen Urlaub in Frage kommt.

Ausflug ins Achterland

so nennt man hier das Landesinnere der Insel. Über Benz, Neppermin, dann auf die B110 erreichten wir Usedom, den Ort, der dieser Insel den Namen gab. Am Ortseingang (Bäderstr. Ecke Swinemünderstr.) parkten wir unser Auto, doch man hätte direkt bis zum Markt fahren können, denn an einem Sonntag war diese Stadt einfach tot. Die imposante Marienkirche dominiert das Stadtbild von Usedom, daneben das Rathaus und einige restaurierte Gebäude. Leider ist sonntags die Kirche immer geschlossen; das Eiscafe offenbar auch! Ein weiters Wahrzeichen der Stadt ist das gut erhaltene Anklamer Tor, von dort geht man die Peenestraße hinunter bis zum ?Hafen? wo eine kleine Hafenkneipe zum Verweilen einlädt. Auf dem Rückweg zum Auto lohnt sich ein Blick in den Hof von ?Antiquitäten & Lebensart? zu werfen. Ein interessanter großer Trödelladen mit vielen alten Stücken.

Zurück über die B110 geht es dann nach Mellenthin um Kirche, Wasserschloss und den historischen Gutshof des ehemaligen Schlosses zu besuchen. Um die Stoßdämpfer unseres Wagens nicht allzu sehr zu quälen parkten wir gleich vor dem Ortseingang bei der alten Schmiede und gingen dann zu Fuß weiter. Die Kirche selbst ist in einem sehr schlechten Zustand, die freigelegten Fresken sind kaum noch zu erkennen, hier ist Renovierungsbedarf angesagt, außen aber ein lohnendes Fotoobjekt. Von der Kirche gelangt man zum historischen Gutshof, der als Restaurant und Waffelbäckerei umgebaut wurde und danach geht es weiter zum Wasserschloss Mellenthin, das mit einem Wassergraben umgeben ist. Das Schloss selbst ist äußerlich nicht gerade schön anzusehen, aber im Innern des Gebäudes wunderbar altertümlich eingerichtet und draußen auf dem Hof verbreiten die großen Sonnenschirme und Gartentische ein angenehmes Flair und laden bei schönem Wetter zum Verweilen ein. Der Eintritt von 2,00 ? wird als Verzehrgutschein angerechnet und so mussten wir die köstlichen Waffeln natürlich probieren. Sehr empfehlenswert! Wer es über die Mittagszeit deftig mag wird von der reichhaltigen und günstigen Speisenkarte überzeugt werden. Der moderne Anbau auf der linken Seite wird als Hotel genutzt.

Auf der Rückfahrt über Pudagla haben wir uns noch die weithin sichtbare Bockwindmühle angesehen, aber auch hier lohnt sich der Eintritt nicht, für ein Foto kann man einen kurzen Stop auf dem Parkplatz einlegen.

Fazit der beiden Rundreisen: Mit dem Auto kann man nur punktuell einzelne Sehenswürdigkeiten herauspicken und ruiniert auf Grund der schlechten Straßen noch die Stoßdämpfer. Als Fußgänger ist der zu erwandernde Radius einfach zu gering. Wenn man die wahren Naturschönheiten des Achterlandes erkunden will, muss man dies mit dem Rad erwandern. Die Inselbusse mit Fahrrad-Anhänger nehmen einen müden Radfahrer gerne mit zurück.

Ausflug Swinemünde (Polen)

Zwingend ist ein Besuch in Swinemünde und dort insbesondere sehenswert der Grenzmarkt. Wir waren von Heringsdorf entlang der Strandpromenade im schattigen Wald gewandert, am Grenzstreifen sollte man sich gleich rechts halten, dann gelangt man auf die Hauptstraße an dem direkt hinter der Grenze der Markt beginnt. Der Fußmarsch zieht sich doch über einige Kilometer, das Schild ?2 KM Grenze? am Ortsausgang von Ahlbeck entspricht nicht den echten Kilometern. Seid 2008 kann man auch mit dem PKW von Ahlbeck nach Swinemünde fahren. Im Markt selbst können alle Waren gekauft werden; wichtig ist es auch hier zu handeln wie auf einem türkischen Basar. Alle Händler sind sehr freundlich, sprechen perfekt Deutsch und nehmen gerne den EURO, obwohl in Polen noch die Landeswährung Zloty als Zahlungsmittel gilt. Essen und Trinken ist ebenso preiswert, wie die angebotenen Waren, wobei man sich schon darüber im Klaren sein muss, dass es sich hier nicht um Originalware handelt. Aber dennoch gute Qualität was die Kleidung betrifft; besonders günstig ist der Kauf von Zigaretten. Aber vorsichtig, auch hier sollte man die Zollbestimmungen beachten, denn ganz Usedom ist Zollgrenzbezirk.

Eine weitere Alternative die wir genutzt haben ist die Fahrt mit dem Euro Bus von Heringsdorf nach Swinemünde. Ein Tagesticket kostet 4,00 ? und gilt den ganzen Tag auf der Linie Bansin ? Heringsdorf ? Ahlbeck - Swinemünde. Wir sind durchgefahren zum Hafen, dann durch die Altstadt gebummelt, vorbei am Plac Wolnosci dem Hauptverkehrsknotenpunkt und natürlich die König Christus Kirche besichtigt. Prunkstück in dieser Kirche ist das 2 Meter lange Votivschiff, das von der Kasettendecke herunterhängt. Mit dem Euro Bus geht es dann weiter zur Strandpromenade, die eine ähnlich ansprechende Bäderarchitektur aufweist, wie in den drei Kaiserbädern. Der Strand ist hier besonders breit, allerdings gibt es wenig Strandkörbe. Nach einer kurzen Rast in einem der vielen Bars und Restaurants ging es dann zu Fuß weiter durch den Kurpark zurück zum Hafen. Dort haben wir mit dem Euro Bus die Rückfahrt angetreten und sind gleich bis zur Endstelle nach Bansin durchgefahren um auch hier noch ein wenig zu bummeln. Der Bus fährt durch engen Straßen und Gassen, die man so als Tourist gar nicht kennenlernen würde.