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Deutschland

Wandern im Harz, Bad Harzburg, Goslar, Wernigerode

Online seit 15.12.2005

Wandern im Harz, Bad Harzburg, Goslar, Wernigerode

Reisebericht und Fotos von Jürgen Blaszczyk

Da wir den Herbsturlaub 2005 in Deutschland verbringen wollten, aber völlig untentschlossen waren wo diesmal die Reise hingehen sollte, machten wir das berühmte Tippspiel "Augen zu und Finger auf die Deutschlandkarte". Die Wahl fiel auf Bad Harzburg, im Nachhinein eine gute Wahl.

Jürgen Blaszczyk - Harz, Bad Harzburg, Goslar, Wernigerode ansehen

Bad Harzburg

Der gepflegte Kurort hat für jeden Geschmack und bei jedem Wetter etwas zu bieten. Hier nur einige Highlights beispielhaft erwähnt: Harzburger Sole-Therme, Krodobad, Hochseilpark, Märchenwald, Kurpark mit Kurhaus, Golfplatz, Wildgehege, Spielbank usw. .Weitere Details und Informationen zur Stadt können Sie auf den Seiten der Stadt (siehe unten in der Linkliste) nachlesen.

Tipp zur Unterkunft

Wenn man eine Unterkunft bucht, sollte man über die geografische Beschaffenheit von Bad Harzburg informiert sein. Vom Bahnhof an steigt der Ort über die Herzog-Wilhelmstr.; Bummelallee; Berliner Platz; Burgberg-Seilbahn und "Appartmentanlage Kurhausstr." langsam aber stetig an. Zentrale, pulsierende Punkte sind der Jungbrunnen (Stadtmitte), Port Louis Platz und weiter oberhalb der Bummelallee der Berliner Platz. In der Nähe dieser Achse sollte man sich eine Unterkunft suchen, denn darüber hinaus geht es stetig aufwärts. Die Appartmentanlage in der Kurhausstr. ist also am oberen Ende der Stadt und nicht zentral gelegen. Unsere Unterkunft am Breitenberg - nähe Golfplatz - hatte am Ende schon eine starke Steigung die es zu bewältigen galt. Ein Vorteil in der ortsüblich zu zahlenden Kurtaxe ist, dass in der Kurtaxe die kostenlose Nutzung der Stadbusse enthalten ist, so dass man innerorts immer mit dem Bus fahren konnte. Allerdings war um 19:30 Uhr der Busbetrieb zu Ende. Alle Nachtschwärmer müssen also zu Fuß gehen.

Tipps zum Wandern in der Umgebung

Das Netz der Wanderwege in und um Bad Harzburg ist sehr gut beschildert, so dass man sich nicht verlaufen kann. Dennoch empfiehlt es sich manchmal eine lokale Wanderkarte als Sicherheit zur Orientierung mitzuführen, wenn man auch einmal etwas abseits der Hauptwanderwege gehen möchte.

Tour 1 Rundweg Bad Harzburg über Butterberg

Den Bad Harzburger Rundweg sollte man sich in zwei Touren aufteilen. Start ist am Jungbrunnen in der Stadtmitte. Von dort aus über den Golfplatz, vorbei am Wildgehege Richtung Bündheim, dort kann das Schloss besichtigt werden. Weiter zur St. Gregor Kirche dann über die Bahnschienen Richtung Sonnenhof über den Kammweg immer den Zeichen nach bis zum Kriegerdenkmal. Dort den Wanderweg verlassen und bergab Richtung Innenstadt halten. Die B4 überqueren (Brücke) vorbei an der Lutherkirche, dann gelangt man wieder zum Jungbrunnen. Festes Schuhwerk wird empfohlen, an einigen Stellen ist der Weg recht eng und holprig durch das Wasserwerk. Wenn man aber den Butterberg erklommen hat, bietet sich immer wieder zwischen den Bäumen eine schöne Aussicht auf die Landschaft und Teile von Bad Harzburg. Strecke ca. 15 kM.

Tour 2 Rundweg Bad Harzburg über Cafe Goldberg, Breitenberg

Das zweite Teilstück des Rundwanderweges liegt auf der gegenüberliegenden Seite von Bad Harzburg. Der Weg ist sehr abwechslungsreich durch Feld, Wiese und Wald. Festes Schuhwerk ist empfehlenswert. Start ist am Jungbrunnen in der Stadtmitte. Von dort aus zum Golfclub links halten Straße Am Breitenberg und dann hinter dem Golfplatz dem Stadtstieg folgen über den Ortsteil Göttingerrode, am Campingplatz steil Bergauf dann links Richtung Cafe Goldberg. Dort empfiehlt sich eine Rast mit herrlichem Ausblick, danach weiter dem Rundweg folgen, vorbei am Cafe Winuwuk (sollte man aufgrund seiner Bauweise und Aussicht ein andermal zur Rast besuchen) Richtung Papenberg, dort über die Kurhausstraße durch den Kurpark zurück über Berliner Platz (Einkehr im Harz Bistro - die Speisekarte ist sehr zu empfehlen da preiswert und gut, auch die Bedienung war sehr freundlich und aufmerksam), zurück leicht bergab über die Bummelallee zum Ausgangsort Jungbrunnen Stadtmitte. Stecke ca. 14 kM.

Tour 3 Rabenklippe

Die Tour beginnt am Jungbrunnen, von dort zur Bergbahn und mit der Gondel auf den Burgberg fahren. Dort die Ruinenreste betrachten und dann dem beschilderten Weg Richtung Rabenklippen folgen, wichtig ist rechts halten. Im Lokal Rabenklippen wunderbare Aussicht auf den Brocken, danach weiterwandern zum Kreuz des Osten, dann gelangt man wieder automatisch am Antoniusplatz an der Bergstation. Entweder mit der Seilbahn abwärts fahren oder wie wir den steilen Abstieg wählen ins Krodotal, dort erreicht man das Kriegerdenkmal (alter Kaiserweg) und kann weiter in die City Richtung Stadtmitte wandern. Ca 14 kM auf guten Wegen, wenn man nicht den Abstieg ins Krodotal nimmt, dort ist festes Schuhwerk notwendig.

Tour 4 Kästeklippen

Die Tour beginnt am Jungbrunnen (Stadtmitte) mit dem Bus "Kästeklippen". Für die Busfahrt ist eine Mautgebühr von 1,50 ? zu zahlen. Oben angekommen bis zum Gipfel eine kurze Kletterpartie, aber man wird mit einer schönen Aussicht belohnt. Nach einer kurzen Rast im Lokal Kästeklippen wandern man immer abwärts ins Tal bis zur Bergstation der Seilbahn. Um nicht ständig auf der Straße zu gehen empfiehlt es sich auf den Nebenweg auszuweichen (nur wenn man eine Wanderkarte zur Hand hat), dann kann man am Fuß des Papenberg wieder auf die Straße stoßen. Recht gemütlicher Weg von ca. 2,5 Std.

Tour 5 Kaiserweg vom Torfhaus nach Bad Harzburg

Die Tour beginnt am Bahnhof mit dem Linienbus nach Braunlage. Auf der Höhe "Torfhaus" aussteigen und zum großen Parkplatz kurz zurückgehen. Nachdem man die Aussicht auf den Brocken ausführlich genossen hat und eine kleine Stärkung zu sich genommen hat geht es zum Ende des Parkplatzes in Richtung Bad Harzburg rechts in den Wald. Dann dem Kaiserweg folgen Richtung Bad Harzburg, Molkenhaus. Langer aber sehr schöner Weg bis zum Molkenhaus; wichtig für unterwegs Essen und Trinken mitnehmen, auf dem Weg vom Torfhaus bis zum Molkenhaus keine Einkehrmöglichkeit. Nach der Rast am Molkenhaus kann man entweder zur Bergstation des Bergbahn wandern und dann zu Tal schweben oder über den Radauwasserfall nach Bad Harzburg weiterwandern. Weg ist für geübte Wander und ist ca. 18 KM lang, gutes Schuhwerk wird empfohlen. Für uns war es die schönste aber auch die beschwerlichste Wanderung.

Tipps für Sehenswürdigkeiten in der weiteren Umgebung

Der gesamte Harz bietet ja viele Sehenswürdigkeiten wie Brocken, Harzer Schmalspurbahn, Burg Falkenstein, Modellbahnzentrum Lautenthal usw. Allerdings muss jeder für seine Interessen und auch Geldbeutel entscheiden, was er alles besichtigen und mit dem PKW abfahren möchte. Eine gute Hilfestellung ist die Seite Harzer Highligths (siehe Linkliste) Wir hatten uns für folgende Sehenswürdigkeiten entschieden:

Goslar

Die altertümliche Stadt Goslar hat uns gereizt, da hier alle Fachwerkhäuser noch völlig erhalten sind. Die beste Möglichkeit ist mit dem Zug ab Bahnhof Bad Harzburg zu fahren. Das Tagesticket für 5 Personen lag bei 14,00 EUR. Vom Bahnhof Goslar bis in die Altstadt sind es ein gemütlicher Fußweg von 5 Minuten. Das alte Fachwerk ist wirklich komplett erhalten und die Stadt macht einen sehr gepflegten Eindruck. Die Enge der Gassen und die modern eingerichteten Geschäfte in den einzelnen Fachwerkhäusern sind ein großer Kontrast, aber es ist gelungen. Beeindruckend der weitläufige Marktplatz mit Rathaus und die gesamte Außengastronomie. Es wimmelt natürlich von Besuchern und man hat Glück noch einen Platz im Cafe zu ergattern. Sehenswert auch die alten Kirchen, die Stadttore und auch kleinere Straßenzüge abseits des Tourismus. Eine beeindruckende Sehenswürdigkeit ist natürlich die Kaiserpfalz. Im Museum selbst waren wir allerdings nicht.

Brocken und Harzer Schmalspurbahn

Von Bad Harzburg zum Brocken sind es per Wanderweg eigentlich nur 17 KM steil bergauf, wir haben es aber vorgezogen den Brocken mit der Harzer Schmalspurbahn ab Wernigerrode zu erklimmen. Problem ist eigentlich nur die Parkplatzsuche in der Nähe des Bahnhofs Westentor, ja überhaupt in Wernigerode. Besitzer eines Navigationssystems sollten sich im Stadtplan eine Nebenstraße (Kruskastraße) aussuchen und dort den Wagen abstellen. Parken am Bahnhof ist zu teuer und in der Innenstadt selbst gilt der Tagestarif nur bis 19:00 Uhr. Nachdem wir den Schock über den Fahrpreis (24,00 EUR) verdaut hatten genossen wir die Bahnfahrt mit der alten Dampflok. In Drei Annen Hohne mussten wir umsteigen um dann endlich nach 2,5 Std auf dem Brocken anzukommen. Die Zugfahrt wurde doch recht lang, unterwegs kann man fast Blümchen pflücken nur die Plattformen auf den Waggons waren leider so dichtgedrängt von Hobbyfotografen, das Filmen und Fotografieren schier unmöglich war. Wir waren froh einen Sitzplatz bekommen zu haben. Auf dem Brocken selbst gibt es zwei Restaurants und zwei Außengaststätten. Bei schönem Wetter ist dort natürlich richtig Betrieb, so dass man sich auf eine Wartezeit einstellen muss, die Preise sind verständlich auch gesalzen. Entlang dem angelegten Rundweg erhält man einen schönen Blick über die weitere Umgebung, bei guter Fernsicht ist das Erlebnis natürlich doppelt beeindruckend. Zum Filmen und Fotografieren hat man natürlich reichlich Motive, wobei die Schmalspurbahn sich immer wieder als bestes Motiv anbietet. Um 17:30 Uhr ging der Zug dann wieder zurück nach Wernigerode, da wir diesmal nicht umsteigen mussten und die Fahrt bergab ging waren wir nur 2 Std. unterwegs. Für einen Bummel durch Wernigerode reichte die Zeit nicht, das haben wir an einem anderen Tag nachgeholt.

Wernigerode

Mit dem Auto sollte man die Nebenstrecke nach Wernigerode über Ilsenburg fahren. Landschaftlich sehr schön, unterwegs zwischen Ilsenburg und Wernigerode sollte man sich das evangelische Kloster Drübeck nicht entgehen lassen. Ein Tipp zum Parken in Wernigerode, in der Kruskastraße nähe Westentor parken und die wenigen Schritte in die Fußgängerzone gehen. Die Altstadt von Wernigerode ist sehr gepflegt und vor allem auch gut erhalten und restauriert. Markante Punkte sind das Westentor und der zentral gelegene Marktplatz wo man bei schönem Wetter draußen kaum einen Tisch bekommt. Sehenswert auch das Schloss nach einem kurzen steilen Anstieg. Wer nicht gut zu Fuß ist, benutzt die Pferdekutsche um auf den Berg zu gelangen. Die Restauration oben auf dem Schloss können wir allerdings nicht empfehlen, nach einer 1/2 Stunde Wartezeit in der wir vergeblich versucht haben eine Bestellung aufzugeben, haben wir den Biergarten - wie viele andere Gäste auch - wieder verlassen. Hier muss am Service noch kräftig gearbeitet werden. Im Museum selbst waren wir nicht, wir haben nur eine Runde um das Schloss gedreht und das Hexentor bewundert. Alle Stunde erscheint hier die Brockenhexe im Tor. Ein netter Gag insbesondere für kleine Besucher. Unten am Eingang fanden wir dann noch ein kleines freundliches Cafe, wo wir unseren Durst stillen konnten.

Gourmettipp

Für Windbeutelliebhaber ist das Restaurant "Windbeutelparadies". Gelegen an der B498 zwischen Altenau und Oker direkt auf der rechten Seite an der Okertalsperre mit schöner Gartenterasse und Blick auf die Talsperre. Übrigens, der große Windbeutel ist wirklich nicht zu schaffen :).

Externe Links

Fazit von Bad Harzburg

Ein lohnendes Urlaubsziel für Wanderer, natürlich muss das Wetter mitspielen so wie bei uns, allerdings haben wir in 14 Tagen nicht alles erwandern und erfahren können. Individuell kann man sich die Wanderziele zusammenstellen je nach körperlicher Verfassung und Alter.