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Österreich

Stubaital in Tirol - hier regiert König Schnee

Online seit 08.05.2004

Stubaital in Tirol - hier regiert König Schnee

Reisebericht und Fotos von Ilona Vorwerk

Wir fuhren im März 2004 abends um 23:00 Uhr (Nachtfahrt) mit dem Bus in Richtung Süden. Nach einigen Stunden weckte uns die aufgehende Sonne. Die Luft ist klar und kalt. Um 7:00 Uhr waren wir in Ehrwald, wo bereits ein gutes Frühstück auf uns wartete.

Ilona Vorwerk - Winterurlaub Stubaital ansehen
Galerie zum Bericht
Fotos Winterurlaub Stubaital

Ehrwald war tief verschneit und die aufgehende Sonne am blauem Himmel verzauberte die Gipfel der Berge in ein gleißendes Licht. Fasziniert von der herrlichen Bergwelt war jegliche Müdigkeit verschwunden. Jetzt heißt es nur noch für jeden Urlauber, schnellstmöglich an sein Urlaubsziel zu kommen. Pünktlich um 10,00 Uhr waren wir an der Tankstelle Innsbruck Süd. Hier wartete bereits der bestellte Transfer in das Stubaital. Die Ferienregion liegt nur 15 Autominuten von Tirols Hauptstadt Innsbruck entfernt und ist mit dem Stubaier-Gletscher größtes Ganzjahres Skigebiet Österreichs.
Das Hotel Mooshof, ein gut geführter Familienbetrieb, liegt in ruhiger, sonniger Lage, im Zentrum von Neustift am Elfer-Lift. Wohlbefinden heißt die Devise der Familie Kiechl. Viele Stammgäste lassen sich seit Jahren von der guten Küche verwöhnen. Hier kommt man als Gast und geht als Freund. Jetzt wo die Tage wieder länger werden, lohnt sich ein Urlaub ganz besonders im Stubaital.

Unser diesjähriges Ziel CARVER SKI testen.
Am ersten Urlaubstag lassen wir es ruhig angehen. Wir wandern von der Talstation Schlick 2000 in Fulpmes, in Richtung Neustift und lassen uns von der Sonne verwöhnen. Am Gröbenhof machen wir Rast. Ein Gasthof für Genießer. In den gemütlichen Stuben und auf der Sonnenterrasse kann man sich verwöhnen lassen. An so einem schönen Tag genießen wir den traumhaften Rundblick der Stubaierberge von der Sonnenterrasse.

Erster Skitag
Das Wetter verspricht nicht das, was wir uns so vorstellen. Es schneit, 16 Grad Minus mit Wind waren die Aussichten des Wetterberichts. Vom Hotel ist es nur ein kurzer Fußweg zur Bushaltestelle. Die Busfahrt zu den Skigebieten des Stubaitales ist kostenlos in Verbindung eines Skipasses. Die Busse zur Stubaier-Gletscherbahn sind brechend voll, was der guten Laune der Mitfahrenden allerdings keinen Abbruch tut. Der zustieg in Neustift garantiert so gut wie immer einen Sitzplatz, ansonsten warten wir auf den nächsten Bus. Wir tun uns das nicht an und stehen im voll gedrängten Bus mit Ski, der ja eine gute halbe Stunde bis zur Mutterbergalm benötigt.

Ein Tipp: besonderer Service bietet die Talstation Mutterberg. Hier befindet sich ein Skidepot indem man Ski über Nacht abstellt, und zahlt für 10 Tage ganze 8,00?. Wer keine Ski mitschleppen möchte der kann in den Intersportgeschäften Eisgrat und Gamsgarten Ski ausleihen. Hat ein Vorteil, man bekommt immer das neueste Material. Ist aber nicht gerade billig. Zwei Tage leihen, natürlich neuestes Material 47,00?.

Wir haben Carver Ski getestet und waren begeistert über diese Fahreigenschaften. Ein Atomic Allroundcarver sehr laufruhig auch bei erhöhter Geschwindigkeit und trotzdem fehlerverzeihend und sehr drehfreudig. Ein toller Ski der ganz einfach zu mir passte. Ein Super Angebot lockte zum Kauf. Die zwei Tage Leihgebühr waren inbegriffen. Wir versuchten im Sportgeschäft eine Versicherung abzuschließen. Doch leider ist das in Österreich nicht mehr möglich. Da mein Mann noch nicht die richtigen Carver Ski gefunden hatte, testete er noch einen von der Firma Head. Auch er hatte sehr viel Freude mit dem Brett und entschloss sich den Leihski zu einem guten Preis zu kaufen. Von der Beratung der Intersportgeschäfte im Gletschergebiet Gamsgarten und Eisgrat waren wir sehr angetan und empfehlen allen, die sich Ski leihen oder kaufen wollen, nutzen sie den Service der Sportgeschäfte im Gletschergebiet.

Die ersten Tage am Gletscher waren vom Wetter nicht so wie wir das aus den letzten 11 Jahren kannten. Schneefall, Wind, Minus 16 grad und dazu noch schlechte Sicht. Trotz des schlechten Wetters, ließen wir uns nicht abhalten auf den Gletscher zufahren. In der Hoffnung, der Himmel reißt auf. Mitte der Woche erlebten wir dann einen Traumtag. Pulverschnee, angenehme Temperaturen und jede Menge Sonnenschein. Ein solcher Tag zieht nicht nur Skifahrer magisch an, am Stubaier-Gletscher hat man auch ein Herz für Wanderer.

Die neue Schaufeljochbahn bringt Gäste ohne Ski in die hochalpine Winterwelt auf 3200 Meter. Von der Sonnenterrasse der Jochdohle hat man einen faszinierenden Panoramablick auf die umliegende Bergwelt. (Wilder Pfaff, Freiger und Zuckerhütl). Das Plateau liegt optimal in der Sonne, und es gibt eine Menge zu beobachten. Grandioses Naturerleben.

Die Pisten sind alle bestens präpariert, so dass man gut die Schaufelrunde fahren kann. Schönste Piste ist der Daunferner. Hier hat man die Möglichkeit zwischen roter und blauer Piste zu wählen. Natürlich gibt es auch Skifahrer die dort fahren, wo die einzigen Spuren im Schnee die eigenen sind. Vom Jungfrauenbödele bringt sie eine 6er Sesselbahn in das Gebiet Fernau, von wo man traumhafte Abfahrten findet. Für sehr geübte Skifahrer ist die Fernau-Mauer etwas ganz besonderes. Eine anspruchsvolle Tourenabfahrt (10 km) ist die Wilde Grube bis zur Talstation.

Neu ist ebenfalls: Kostenlos E-Mail Grüße mit ihrem Foto nach Hause senden. (Bergstation Eisgrat, Gamsgarten und Jochdohle.)

Nach fünf Skitagen verspüren wir keine Müdigkeit mit unseren Carver Ski. Das Wetter lässt zu wünschen übrig. Es schneit ununterbrochen und die Sicht ist sehr schlecht am Gletscher. Am Sonntag überlegen wir, ob wir nicht einen Wandertag einlegen. Wir entschließen uns, zum Gletscher zu fahren. Viel Neuschnee und schlechte Sicht, machten einem Aufenthalt im Restaurant Gamsgarten unumgänglich. Aber erst heißt unsere Devise SKI SICHERN. Wir tun dass, was man uns geraten hat. SKI Tauschen!!!

Ein Brett Head und ein Brett Atomic. Das gleiche auch mit den Skistöcken. Jeder stellt seine Ski an entfernte Skiständer ab. Am diesem Tag waren zigtausend Ski abgestellt, auf Grund des Sauwetters. Da die Restaurants sehr überfüllt waren, entschlossen wir uns mittags abzufahren. Mein Mann kam mit seinen Ski und ich zog ein dummes Gesicht, das immer länger wurde. Ich konnte es nicht glauben, meine Ski waren nicht mehr da. Mit solch ein paar unterschiedlichen Ski kann doch keiner etwas anfangen. Zwei verschiedene Längen und dazu noch ungleiche Bretter. Wir glaubten an eine Vertauschung. Zwei Tage haben wir gesucht und mussten feststellen, die Ski waren fort. Bei der Gendarmerie gaben wir den Verlust zu Protokoll. Wir waren nicht die einzigen, denn eine junge Dame meldete auch ihren Verlust. Ski tauschen ist nicht der Hit! So hatten wir nun beide keine Carver Ski. Für den Rest des Urlaubs mussten nun wieder unsere alten Ski dran glauben. Mit den Carver Ski sind unsere Winterträume noch größer geworden als je zu vor.

Da wir auch in den Sportgeschäften am Gletscher unseren Verlust meldeten, riet man uns zum Kauf eines Schlosses. Wir können jedem Skifahrer raten, ?kauft ein Sicherheitsschloss für 19,99 Euro.? Das Schloss ist nur so groß, dass man es gut in der Jackentasche unterbringt und als Fahrradschloss wieder verwenden kann. Der Kauf lohnt sich! Noch ein Tipp: über die Hausratsversicherung kann man auch für ?Sport außer Haus? eine Versicherung abschließen.

Am 2.Mai 2004 bekomme ich eine E-Mail vom Stubaier Gletscher. Betreff: verlorene Ski. Sie werden es nicht glauben, der Schnee hat die Ski an der Mittelstation Fernau frei gegeben. Mit den Ski ist man eine Talstation nach unten gefahren, dabei stellte man fest, dass war kein guter Griff. Also hat man die Ski im Schnee entsorgt. Die Skistöcke sind weiterhin verschwunden, was aber auch kein großer Verlust für uns ist. Die Ski befinden sich in einem guten Zustand und warten auf den Winter 2005 bei unserer Wirtin.

Fazit: Erleben auch Sie den Stubaier Gletscher und entdecken sie den Reiz einer absolut schneesicheren Gletscherlandschaft. Viel Spaß.